Aktuelles
Rücktritt von Anna Jobin als EMEK-Präsidentin
Anna Jobin wird das Präsidium der Eidgenössischen Medienkommission (EMEK) per 30. April 2026 abgeben und aus der Kommission zurücktreten. Sie wurde 2019 vom Bundesrat in die EMEK gewählt und präsidiert die Kommission seit Oktober 2021. Seit Sommer 2025 ist sie als Assistenzprofessorin an der Universität Fribourg tätig und konzentriert sich seither stärker auf Forschung und Lehre.
Die Kommission hat in ihrer Amtszeit unter anderem Grundlagenarbeiten zur Förderung privater journalistischer Organisationen, zur Ausgestaltung des Service public im digitalen Zeitalter sowie zur Rolle und Macht digitaler Plattformen erarbeitet. Für ihr grosses Engagement wird ihr herzlich gedankt.
Die Nachfolge im Präsidium wird durch den Bundesrat bestimmt und zu gegebener Zeit kommuniziert.
Denkanstoss zur Zukunft des medialen Service public
Technologieneutral und hürdenfrei zugänglich, ohne Werbefinanzierung und klar differenzierbar von kommerziellen Angeboten
Die EMEK präsentiert einen Denkanstoss zu Legitimation, Leistung, Struktur und Finanzierung des medialen Service public im digitalen Zeitalter. Das am 6. Februar 2024 publizierte Paper spricht sich für ein Stärkung des medialen Service public aus, welcher für journalistische Stabilität und Kontinuität für die ganze Bevölkerung in allen Landesteilen sorgt.
Gesamterneuerungswahlen Legislatur 2024 bis 2027: Neue Mitglieder
Der Bundesrat hat am 22. November 2023 folgende Mitglieder der EMEK für die kommende Legislatur 2024 bis 2027 bestätigt: François Besençon, Larissa Bieler, Christine Gabella, Anna Jobin (Präsidentin), Philip Kübler, Colin Porlezza, Manuel Puppis, Markus Spillmann, Urs Thalmann und Clara Vuillemin.
Neue Mitglieder
Zudem hat der Bundesrat folgende Personen per 1. Januar 2024 neu in die EMEK gewählt:
Lic. phil. Martina Fehr, Direktorin MAZ – Institut für Journalismus und Kommunikation. Martina Fehr leitet das MAZ seit 2020 und war zuvor in verschiedenen Funktionen bei Somedia tätig, unter anderem als Chefredaktorin der Südostschweiz und zuletzt als Leiterin Publizistik der Medienfamilie Südostschweiz (Zeitung, Radio, Online, TV). Die studierte Historikerin ist zudem seit 2021 Präsidentin der Stiftung «Schweizer Presserat».
Dr. iur. Denis Masmejan, Generalsekretär der Schweizer Sektion «Reporter ohne Grenzen. Denis Masmejan arbeitete nach seinem Doktorat in verschiedenen Westschweizer Medien als Journalist mit Fokus auf Politik und Recht. Das Amt des Generalsekretärs hat er seit 2019 inne. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an der Universität Neuchâtel und unterrichtet an der Académie du journalisme et des médias Medienrecht. Denis Masmejan ist zudem Mitglied des Schweizer Presserats.
Dr. iur. Angela Müller, Leiterin AlgorithmWatch CH und Head of Policy & Advocacy. Angela Müller hat politische Philosophie studiert und in Rechtswissenschaft zur Anwendung von Menschenrechten im Kontext von Globalisierung und neuen Technologien promoviert. Neben ihrer Funktion bei AlgorithmWatch, die sie seit 2021 innehat, ist sie Mitglied in Expertengruppen des Europarats und des Data Science Competence Centre der Bundesverwaltung und zuvor des Europarates. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen algorithmischer Systeme auf Grundrechte, öffentliche Meinungsbildung und Demokratie.
Neue Konzepte der Medienförderung
Die Eidgenössische Medienkommission (EMEK) sieht angesichts der sich stark veränderten Produktions-, Distributions- und Nutzungsrealitäten in einer digitalen Medienwelt keine Zukunft für eine technologie- und gattungsorientiere Medienförderung. Im Einklang mit früheren Stellungnahmen, aber mit einer deutlichen Akzentsetzung, empfiehlt die EMEK daher einen Systemwechsel. Sie hat dazu am 10. Januar 2023 ein Positionspapier veröffentlicht.
Verabschiedung Otfried Jarren – Begrüssung Anna Jobin
Otfried Jarren hat entschieden, sich per Ende September 2021 aus der EMEK zurückzuziehen.
Er war am 21. November 2012 vom Bundesrat zum Präsidenten der neu eingesetzten Eidgenössischen Medienkommission (EMEK) gewählt worden und leitete die EMEK seit ihrer Arbeitsaufnahme im Frühsommer 2013. Mit seinem breiten Wissen und Verständnis von Medien und insbesondere von Medienpolitik hat er übergreifend und zukunftsweisend das Schaffen der EMEK massgeblich geprägt. Otfried Jarren hat sich unermüdlich für den öffentlichen Rundfunk und für die Wichtigkeit von Medien in der Demokratie eingesetzt. Nicht zuletzt wegen seiner guten Vernetzung im deutschsprachigen Raum, seinen vielen Kontakten zu verschiedenen Anspruchsgruppen und seiner hohen Akzeptanz in der Branche und in der Öffentlichkeit hat die Medienkommission schon bald nach ihrer Einsetzung Resonanz erhalten.
Die Gesamt-EMEK bedankt sich für das enorme Engagement in den vergangenen acht Jahren und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft. Gleichzeitig begrüsst das Kommissionsplenum Anna Jobin, welche ab Oktober 2021 die EMEK präsidiert.
Legislatur 2020 bis 2023: Erneuerungswahlen, neue Mitglieder
Der Bundesrat hat am 27. November 2019 folgende Mitglieder der EMEK für die kommende Legislatur 2020 bis 2023 bestätigt: Nicolas Antille, François Besençon, Sylvia Egli von Matt, Ladina Heimgartner, Otfried Jarren (Präsident), Bea Knecht, Philip Kübler, Andrea Masüger, Manuel Puppis, Markus Spillmann und Urs Thalmann.
Zudem hat der Bundesrat folgende Persönlichkeiten per 1. Januar 2020 neu in die EMEK gewählt:
Dr. iur. Bertil Cottier, Professor für Medienrecht an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften, Universität der Südschweiz, Lugano
Anna Jobin, Forscherin am Health Ethics and Policy Lab an der ETH Zürich, Expertin für Digitalisierung, Medien & Gesellschaft
Clara Vuillemin, Unternehmerin, Vorstandspräsidentin Project R und Verwaltungsrätin Republik, Expertin für Internet-Technologien, Strategien und Businessmodelle für neue, leserfinanzierte und Community-orientierte Medien.